Handballverein Leezen e.V.

Bild0005.jpgBild0008.jpgBild0009.jpg

Marco OhmSchwere Aufgaben stehen vor der SG Banzkow-Leezen. Die ersten 3 der Liga geben sich nacheinander die Ehre. Zum Auftakt kam der Ribnitzer HV in die Sporthalle Crivitz.

Die Gäste kamen mit viel Wut im Bauch. Sie wollten unbedingt die Niederlage von letzten Wochenende vergessen machen. So begann auch das Spiel. Die Gäste standen sicher in der Abwehr und spielten ihre Angriff gut aus. Die Hausherren waren gar nicht richtig auf der Platte, da stand es bereits 1:4. Im Abwehrverbund gab es große Lücken. Torhüter Andreas Link ließ vermeintlich haltbare Bälle ins Tor. Im Angriff musste man lange für den Torerfolg arbeiten, nur um dann wieder ein schnelles Gegentor zu bekommen. Kurz gesagt Ribnitz war in allen Belangen überlegen. Nach 10 Minuten zogen Trainer Oleg Goloub die Reizleine und nahm eine Auszeit. 3:7 lag die SG da bereits hinten. Die Minute wurde genutzt sachlich und konzentriert Maßnahmen anzuweisen um das Spiel nicht frühzeitig aus der Hand zu geben. Die Verbesserung trat nur langsam ein. In der Defensive wurde es nun etwas besser, aber stoppen konnten sie die Gäste nicht. Im Angriff tat man sich noch sehr schwer mit der guten Abwehr, aber man spielte die Angriffe konzentriert und konnte sie letztlich auch in Tore ummünzen (7:10). Man merkte nun dem Spiel aber an, dass es kippen könnte. Es fehlte nur ein Auslöser und den lieferte Andreas Link. Der Torwart hatte sich aus seinem Loch gezogen und zeigte mehrere herausragende Paraden. Plötzlich lief das Spiel in eine andere Richtung. Das Spiel der Lewitzer lief nun endgültig rund und die Gäste wurden nervös. Sie machten Fehler und die SG konnte leichte Kontertore erzielen. Es gelang dem Heimteam ein 7:1-Lauf und lag plötzlich mit 2 Toren in Front (15:13). Diesen Vorsprung rettet man in die Pause (16:14).

Einige Zuschauer rieben sich überrascht die Augen. Bei einigen war bereits große Euphorie ausgebrochen. In der Kabine der Lewitzer herrschte jedoch Konzentration. „Wir werden versuchen zu gewinnen, aber es wird schwer. Ribnitz hat eine gute Mannschaft und werden eine gute zweite Halbzeit spielen“, prophezeite Oleg Goloub vor Beginn der zweiten Hälfte.

Der zweite Durchgang wurde von den Gästen so angegangen wie vorhergesagt. Ribnitz begann mit notwendiger Aggressivität und Intensität, aber die Lewitzer hielten mit allem dagegen. Es entwickelte sich ein tolles MV-Liga Handballspiel. Ribnitz zog nun alle Register. In Unterzahl wechselten sie sogar einen Feldspieler für den Torhüter ein. Vorerst half dies nicht(20:16). Im Spiel traten nun vermehrt Fehler auf. Die Gäste machten davon weniger und knabberten nun den Vorsprung wieder ab. Eine 2min Strafe gegen Kapitän Christian Klatt brachte die Ribnitzer endgültig heran (22:22). Auf der Ribnitzer Bank war man sich sicher, auf den richtigen Weg zu sein und die 2 Punkte mitnehmen zu können. Da sollten sie sich irren. Erst als die SG eine Doppelchance liegen ließ gingen die Gäste wieder in Führung(24:25). Aber die Lewitzer schlugen zurück. So ging es hin und her. Bei Stand von 28:28 und einer Zeitstrafe für die Gäste standen die Zeichen gut für die SG Crivitz-Banzkow. Aber Ribnitz warf alles rein und holte sich mit einem 7m die Führung. Handelte sich wegen Meckerns aber eine zweite Zeitstrafe ein. Hendrik Strauß erzielte den Ausgleich für die Heimmannschaft. Ribnitz konnte mit einem Spieler wieder auffüllen und erzielte mit einem Wurf aus dem Rückraum die erneute Führung. 30 Sekunden vor Ende nahm Oleg Goloub seine Auszeit. Die Spannung in der Halle war zum greifen. Es wurde der letzte Angriff besprochen. Thomas Lange wurde als spielender Torwart gebracht. Das sollte nicht ohne Erfolg bleiben. 10 Sekunden vor Schluss war es erneut Hendrik Strauß, der den Ausgleich erzielte. Ribnitz nahm sofort seine Auszeit. Auch hier wurde ein Spieler für den Torwart eingewechselt. Und die Ribnitzer schafften es tatsächlich den erst zur Halbzeit in Crivitz eingetroffenen Ben Meyer frei zu spielen. Dieser scheiterte 3 Sekunden vor dem Ende an Andreas Link und riss die Halle zu Jubelstürmen hin. Die Heimmannschaft lag sich in den Armen. Dieser Punkt fühlte sich an wie ein Sieg. Der Lohn für Wochen harter Arbeit und die Bestätigung das man auf dem richtigen Weg ist.

„Das hat Spaß gemacht“, meinte Hendrik Strauß nach dem Spiel. Trainer Oleg Goloub kommentierte das Spiel mit einem fröhlichem Lächeln. Er richtete den Blick aber auch schon auf die kommende Aufgabe. „Wir wollen mehr Punkte holen. In Bützow wird ein genauso schweres Spiel wie heutige. Darauf wollen wir uns vorbereiten.“