Handballverein Leezen e.V.

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Manchmal liegen Freude und Verzweiflung ganz nah beieinander. Dies musste die D-Jugend der SG Banzkow-Leezen am Samstag bei der Endrunde der Landesmeisterschaft in Neubrandenburg erfahren.

 

Angereist war die Mannschaft mit einem klaren Ziel. Sie wollte eine Medaille gewinnen, um sich für die gute Saison zu belohnen. Das sollte auch gelingen, aber es war auch mehr drin. Nach der Eröffnung begann die Endrunde mit den obligatorischen Koordinationstests. Hierbei brauchten die Jungs einige Zeit, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Über die Stationen Seilspringen, Wechselsprünge, Standweitsprung, Präzisionswerfen ging es zum abschließenden Achterlauf. Es war schön zu sehen, wie sich die Spieler zunehmend steigerten und am Ende gute Ergebnisse ablieferten. In der Endauswertung belegten sie den dritten Platz und stellten mit Tim Steinmüller den Besten Spieler bei diesen Tests. 

 

Jetzt war es an der Zeit, sich auf dem Handballfeld zu beweisen. Der erste Gegner war die SG Vorpommern. Alle waren hoch motiviert und wollten gut in das Turnier starten. Da man vom Gegner noch nichts wusste, setzte die Mannschaft auf ihre eigenen Stärken. So wollte man aus einer sicheren Abwehr zu vielen einfachen Toren kommen und im Angriff geduldig Spielen und seine Chancen nutzen. Das gelang auch. Nach drei Minuten führte die SG mit 3:0 und hatte den Gegner unter Kontrolle. Doch nach und nach schlichen sich immer mehr Unkonzentriertheiten ein und man verpasste es, sich deutlicher abzusetzen. Am Ende reichte es dennoch zu einem ungefährdeten 10:6 Sieg. Die Trainer Klatt/Buske lobten ihre Spieler für den erfolgreichen Einstand, mahnten aber die Nachlässigkeiten an. Im nächsten Spiel gegen Gastgeber Neubrandenburg ging es nämlich schon um die Medaillen. 

 

Nach der Niederlage bei der Vorrunde in Leezen, wollten sich die Jungs von Fortuna Neubrandenburg revanchieren und die Goldmedaille gewinnen. Das Team wusste, dass sie eine aggressive Deckung erwartete. Gegen diese hatte man in den ersten Minuten des Spiels auch seine Probleme. So geriet man von Anfang an in Rückstand und musste sich etwas einfallen lassen. Im Laufe der Partie fand die SG aber immer besser ins Spiel. In der Deckung wurde beherzter zugepackt und im Angriff fand man immer wieder Lücken in der Abwehr der Neubrandenburger. Besonders das Zusammenspiel mit dem Kreisläufer Tim Schwaß klappte jetzt besonders gut. So konnten die Jungs selbst in Führung gehen und das Spiel mit 12:11 gewinnen. Die Freude bei den Jungs war groß, aber es war erst ein Schritt in Richtung Medaille.  

 

Im folgenden Spiel standen die Akteure der SG den Jungs vom HSV Peenetal Loitz gegenüber. Diese hatte bis dahin alle ihre Spiele verloren. In der Kabine motivierten die Trainer ihre Schützlinge wie vor dem Spiel gegen Neubrandenburg. Sie machten den Spielern klar, dass sie auch dieses Match erst gewinnen müssen. Das fiel ihnen aber schwerer als erwartet. Gegen behäbig spielende Loitzer ließ man sich in der Abwehr immer wieder zu Unkonzentriertheiten hinreißen, was zu unnötig vielen Gegentoren führte. Konsequent und clever nutzte der Gegner die Lücken in der Abwehr. Nach und nach fand die Mannschaft jedoch ins Spiel und setzte sich am Ende mit 16:12 durch. Ein weiterer wichtiger Sieg war eingefahren, aber es standen jetzt zwei Endspiele vor den Jungs. In diesen „Finalspielen“ musste aber eine andere Abwehr auf dem Feld stehen. Das waren die mahnenden Worte der Trainer nach der Partie.

 

Los ging es gegen den SV Mecklenburg Schwerin. Aus zahlreichen Trainings- und Punktspielen kannten sich die Jungs bereits gut und wollten das Spiel unbedingt gewinnen. Für die Schweriner war es nach der Niederlage gegen den Stralsunder HV die letzte Chance auf den Landesmeistertitel. Sie kamen auch besser ins Spiel und führten schnell mit 2:0. Jetzt musste die SG etwas tun, um das Ruder noch zu drehen. Im Angriff spielte man nun entschlossener und kam zu mehr Torerfolgen. Besonders Eric Mohr zeichnete sich in dieser Phase durch viele wichtige Tore aus. In der Abwehr zwang man die Schweriner zu Fehlern und ging selbst in Führung. Diese konnte auf 7:4 ausgebaut werden. Der Sieg war jetzt zum greifen nahe und damit auch die Goldmedaille. Schnelle Abschlüsse und Undiszipliniertheiten ließen den Vorsprung aber schnell schmelzen und so stand es kurz vor dem Ende 7:7. Dieses Unentschieden hätte des SG schon gereicht, um in der Tabelle vor den Schwerinern zu stehen, aber man spielte die Partie unkonzentriert zu Ende und nutzte seine Chancen nicht. So verloren die Leezener verdient mit 8:10. Die Enttäuschung war groß, hatte man doch gerade alle Trümpfe aus der Hand gegeben. Um das Ziel, eine Medaille zu gewinnen, nicht zu verfehlen, galt es sich auf das letzte Spiel gegen den Stralsunder HV zu konzentrieren. 

 

Vor dem Spiel schworen sich Spieler und Trainer erneut ein. Allen war klar, dass man bei einem Sieg die Silbermedaille sicher hat. Der Landesmeistertitel war zu dem Zeitpunkt bereits an den SV Mecklenburg Schwerin vergeben. Gegen den Stralsunder HV zeigte die Mannschaft der SG eine souveräne Leistung. Man ging schnell mit 2:0 in Führung und kam über eine gute Abwehr zu immer mehr Ballgewinnen. So konnte zum Abschluss ein ungefährdeter 10:8 Sieg und die Silbermedaille eingefahren werden. Anschließend bedankten sich die Jungs bei ihren Eltern und mitgereisten Fans, die sie im ganzen Turnier super unterstützen.  

 

Nach einer langen Saison steht nun die Silbermedaille bei der Landesmeisterschaft zu Buche. Darauf kann die Mannschaft stolz sein. Man hat sich spielerisch weiterentwickelt und viele Erfahrungen gesammelt. Höhepunkte waren dabei sicher der Gewinn der Bezirksmeisterschaft, das internationale Turnier in Prag und sicher auch die Endrunde der Landesmeisterschaft in Neubrandenburg. Bevor es in die Sommerpause geht, können sich die Jungs bei der Ostdeutschen Meisterschaft noch einmal beweisen und gegen Gegner aus Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen/Anhalt und Thüringen zeigen was sie können. Wer weiß, vielleicht kann man ja hier auch für Furore sorgen. Mit der Einstellung vom Wochenende ist das nicht unmöglich. 

 

Es waren dabei: Tim Schwaß, Tim Steinmüller, Robin Buske, Ole Wendel, Tim Matthes Schomann, Eric Mohr, Florian Ladig, Jannik Husert, Malte Helms, Jonas Helms, Leon Hagemeister, Lennart Kaiser, Aaron Dahlmann 

 

Trainer: Christian Klatt, Michael Buske